Eine kleine Sammlung von Reiseberichten unserer Tochter

Reisebricht Rovinj

 

Die Stadt Rovinj, im Sommer Tag und Nacht von Touristen besucht, im Herbst wunderschöne Plätze am Meer, liegt am Meer, also am Rande Istriens. Viele Geschäfte sind das ganze Jahr über geöffnet, doch einige sind Saisonläden. Rovinj ist besonders geprägt durch seine Küstenrestaurants, aber vor allem durch die wunderschönen Häfen.

Aber nicht nur an der Hafenpromenade sondern auch in der Altstadtgibt es wunderschöne Gebäude, die man sehr gut fotografieren kann. Ebenfalls hat jedes einzelne Gebäude seine eigene Geschichte und seine eigenen Merkmale.

Die Hafenpromenade:
An der einen Seite von Rovinj gibt es einen großen Hafen, mit einem Schiff, das bei mir sofort den Namen „ Killerbiene“ erhielt:

Die zwei Fenster vorne sehen aus wie zwei extrem schmale und gespenstische Augen. Unter den Augen befindet sich ein Anker, der an eine Nase erinnert. Da das Schiff nur auf zwei Kufen rechts und links auf dem Wasser zu fliegen scheint sieht es aus wie eine Biene. Durch die Augen, durch die ca. 20m Länge und die ca. 5m Breite kommt es mir so vor, wie eine Killerbiene.
Ihr Stammplatz befindet sich keine 500m weit entfernt von einer Fischfabrik.

Dort kann man spät abends beobachten, wie die Fischkutter von kleinen Booten im türkis-blauen Wasser weiter aufs Meer gezogen werden, damit sie den Motor und somit die Fischjagd für diese Nacht bis fünf Uhr morgens starten können. Passend dazu wurde keine 500m weiter eine neue Fischfabrik errichtet. Ihr Vorfahre liegt genau gegenüber der „Killerbiene“ auf der anderen Straßenseite, inmitten einiger Wohnhäuser und ist dadurch näher am Fischfang. Diese ist jedoch nur noch als altes zerfallenes Gebäude vorhanden, wahrscheinlich weil die Nachbarn keine übel riechende Fischfabrik neben sich haben wollten, was ich verstehen kann: )

 

Auf der anderen Seite Rovinjs ist die Altstadt direkt am Meer. Dort gibt es das urgemütliche Restaurant „Neptun“, das noch zu dem vorzüglichen Essen sehr leicht zu finden , und nur eine kleine Gasse vom Meer entfernt ist.

Dieses ist sehr empfehlenswert. Vor allem durch die gute Küche und die urige Einrichtung.

Man kann in den Gassen der Altstadt wunderschöne Spaziergänge unternehmen, doch man sollte aufpassen, dass man sich nicht verläuf.

Das Wahrzeichen Rovinjs ist die barocke Kirche Sveta Eufemija, die eine 60Meter hohe Kirchturmspitze besitzt, und Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Legende nach taten ihr die Tiere, denen sie zum Fraß vorgeworfen wurde nichts. So tötete man sie mit einem Dolch. Angeblich wurde ihre Leiche in Byzanz, aufbewahrt, bis sie auf verschwand. Auf mysteriöse Weise soll sie im Jahre 800 in Rovinj angeschwemmt worden sein. So wurde die Hl. Euphemia zur Schutzpatronin Rovinjs und ganz Istrien.

Vielleich überlegen sie es sich ja, ob sie die wunderschöne Stadt besichtigen wollen. Viel Spaß dabei.


Wandern in Peroj

In der Nähe von Peroj, einer recht schönen Stadt liegt ein eingezäuntes Gebiet, direkt am Meer. Parken kann man nur am Rande der Hauptstraße, gegenüber einer Schranke. Nur wenige Menschen kennen die wunderschönen Buchten, großteils Einheimische. Direkt an der Schranke befindet sich ein großes Schild, auf dem man über die römischen Mauern informiert wird, die dort von Ärcheologen genauestens unter die Lupe genommen wurden. Von der Schranke aus, kommt man direkt auf einen nicht geteerten Weg, der durch die Bäume und Büsche direkt zum Meer führt. Allerdings gibt es auch viele kleine Trampelpfade, die durch ein Stück nahezu unberührte Natur führen. Sie sind durch eine Herde halbwilder Pferde entstanden, die dort zu mancher Jahreszeit ihr Leben genießen.

Nimmt man den direkten Weg zum Meer, öffnet sich der Wald, und man schaut direkt auf das türkisblaue Wasser. Wunderschöne Buchten säumen dort die Küste. Hauptsächlich flache Felsen, findet man dort, allerdings gibt es einige perfekte Badestellen, die aus Kies bestehen. Natürlich wäre die rechte Seite eine Besuchsmöglichkeit, doch dort weisen nach einiger Zeit Schilder auf Privatgrund hin.

Geht man links am Strand entlang, entdeckt man nach einiger Zeit die römischen Mauern. Der perfekte Spielplatz für Kinder, der wunderbare Ort zum Relaxen für die Mama, und eine interessante Stelle für den Geschichtsliebhaber. Natürlich ist auf manchen Mauern Vorsicht geboten, da diese ja auch schon einige Jahre dort stehen. Recht spannend ist auch ein großer, von Hand gemeißelter Stein, aus alten Zeiten. Dort steht etwas auf Latein, ein Entzifferspaß für die ganze Familie. Aber nur, wer auch dementsprechende Sprachkenntnisse hat, kann es in seine Muttersprache übersetzten. Ansonsten ist der Spruch relativ schnell mit Stift und Block notiert, und zu Hause tut der Google-Übersetzter seine Dienste.

Aber das ist nicht das einzige, was die Natur dort zu bieten hat. Geht man links weiter, kann man über wunderschöne Hügel klettern, bis man auf einer großen Wiese ankommt, auf der wir bei unserem letzten Besuch die Pferde entdeckt haben. Große, Kleine, Gescheckte, Braune, Mutterstuten, und Fohlen! Allerdings ist es natürlich nicht angebracht, die Pferde mit mitgebrachtem Essen zu füttern!

Nach der großen Wiese kommt man in eine Art Savanne. Dort sind die Büsche nicht sehr hoch, und man kann wunderschön wandern. Gefährlich, aber interessant sind die umzäunten relativ tiefen Löcher in der Erde. Ob diese nun römischen Ursprungs sind, oder ob mit der Zeit die Decke eingebrochen ist, darüber lässt sich diskutieren.

Das tut man am Besten auf dem Weg ins nächste Restaurant, direkt an einem kleinen Hafen. Nur sollte man dort mit der Essensauswahl relativ vorsichtig sein, da die Fischspeisen ziemlich teuer sind, vor allem dafür, dass sie eher klein, als groß sind, aber die normalen, typisch kroatischen Speisen, wie Cevapcici, sind verhältnismäßig billig, und definitiv lecker. Wer aber lieber ein anderes Restaurant besucht, tut das am Besten in Peroj, oder in Fazana.